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NDR VW-Abgasskandal: Nachrüstung im Test

„Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, wie vielschichtig die Entscheidungsgründe im Diesel-Skandal sind, VW auf Rücknahme von Fahrzeugen in Anspruch zu nehmen und bei Verweigerung gegebenenfalls zu klagen!“ Rechtsanwalt Murken-Flato von HAHN Rechtsanwälte aus Hamburg konnte als Interviewpartner des NDR die juristische Sichtweise klarstellen, während in weiteren Sequenzen die Verbraucherzentrale, der ADAC und eigene Recherchen des Norddeutschen Rundfunks die verschiedenen Fragestellungen erörterten.

Rückzieher: TüV Nord will doch Plakette nicht verweigern

Viel Wind um erstmal nichts: Fahrer von im Abgasskandal betroffenen AE189 -Dieselmodellen der Marken VW, AUDI, SEAKT und SKODA können weiterhin voller Hoffnung einen Termin zur nächsten Hauptuntersuchung ausmachen. Zwar hatte der TüV Nord Anfang Februar 2017 veröffentlicht, vorgeführten PKW die Plakette zu verweigern, falls der Rückruf nicht durchgeführt wurde, musste eine voreilig herausgegebene Pressemitteilung aber wieder zurücknehmen.

Technische Folgen des Rückrufs

Während der Konzern den betroffenen Kunden schriftlich zusichert, dass mit der Umrüstung keine negativen Folgen verbunden seien, zeigen die ersten praktische Erfahrungen etwas anderes. In „Bild“ berichtete jüngst ein Hamburger Tiguan-Fahrer über die an seinem Fahrzeug vorgenommene Umrüstung. Er musste ernüchternd feststellen, dass der Motor nach dem Software-Update schlechter lief als vorher.

VW-Abgasskandal: Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nur innerhalb eines Jahres nach Entdeckung der Täuschung möglich!

Am 22.09.2015 gab der VW-Konzern bekannt, dass in weltweit rund 11 Millionen verkauften Fahrzeugen der Motorentyp EA 189 mit der illegalen Software zur Manipulation von Abgaswerten verbaut wurde. Die Software führt dazu, dass der Schadstoffausstoß der betroffenen Fahrzeuge auf dem Prüfstand weitaus geringer als im alltäglichen Straßenbetrieb ist.

HAHN Rechtsanwälte

Das Portal rueckrufaktion-vw-diesel.de wird ab sofort von HAHN Rechtsanwälte, Hamburg, juristisch begleitet. Rechtsanwalt Murken-Flato bietet eine kostenlose Ersteinschätzung nach Datensichtung an sowie die Abfrage der Deckungszusage der Rechtschutzversicherung.

Positive Gerichtsurteile geben VW-Kunden Recht

Ende Juni 2016 kam es in den USA bereits zu einem umfangreichen Vergleich zwischen Volkswagen und den US-Behörden. Danach hat sich Volkswagen verpflichtet, an betroffene Käufer der manipulierten Fahrzeuge eine Entschädigungszahlung bis zu 15 Milliarden Dollar zu erbringen. Pro manipuliertem Fahrzeug wird Volkswagen zwischen 5.100,00 und 10.000,00 US-Dollar als freiwillige Zahlung erbringen. Hinsichtlich der betroffenen Fahrzeuge haben US-Kunden eine Wahlmöglichkeit: Entweder lassen sie eine Nachbesserung vornehmen oder die Fahrzeuge werden von Volkswagen zurückgekauft.

LG München verurteilt SEAT-Händler zur Fahrzeugrücknahme

Mit einem aktuellen Urteil bringt das Landgericht München Bewegung in die Diskussion um Fahrzeugrücknahme und Schadensersatz im VW-Abgasskandal. Als erstes von bislang neun deutschen Landgerichten hat das LG München einen Seat-Händler in erster Instanz - nicht rechtskräftig - verpflichtet, einen 1,6 Liter-Diesel mit AE189-Motor gegen Erstattung des Kaufpreises zurück zu nehmen und zwar vor dem Werkstattbesuch im Rahmen des offiziellen Rückrufes.

Dieselskandal USA: VW zahlt 5000 Dollar an Autobesitzer

Nach der Mitteilung, dass VW amerikanischen Abgasskandal-Opfern 5000 Euro Entschädigung zahlt, wächst auch in Deutschland die Hoffnung,  dass sich aus den Folgen der im Rahmen des Rückrufs durchgeführten Maßnahmen ein Schadensersatzanspruch ableiten lässt. Die Herausgeber von www.rueckrufaktion-vw-diesel.de sind der Meinung, dass es keinen Sinn macht, sich schon jetzt irgendwelchen Initiativen und Aktionsgemeinschaft anzuschließen.

VW ruft Passat-Modelle in die Werkstätten

Nach der Generalprobe mit den 8000 deutschen "Amarok" soll Anfang Januar die Rückrufaktion für den VW Passat anlaufen. Interessant sind die kommenden Wochen auch für klagewillige Autobesitzer, denn es stehen erste Verfahren vor deutschen Gerichten an. Betroffene warten in Deutschland allerdings bislang vergeblich auf Angebote von VW. In Amerika hatte Konzernchef Müller bereits angedeutet Schadensersatz zu leisten oder Fahrzeuge komplett zurück zu nehmen.

Rückrufaktion läuft mit 2,5 Millionen Briefen an

Da hat die Post mal gut zu tun: Die zweieinhalb Millionen Dieselfahrer, die in Deutschland mit einem AE189-Motor unterwegs sind bekommen in den nächsten Tagen weitere Informationen zur geplanten Rückrufaktion. Laut einem Konzernsprecher sollen die Briefe bis Ende Februar bei den Kunden ankommen. Dadurch erhalten Autobesitzer erst einmal Gewissheit darüber, ob ihr Motor überhaupt von der Rückrufaktion betroffen ist.

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